Die folgenden Fragen bieten einen allgemeinen Rahmen zu Kundenlisten, Wettbewerbsverboten, irreführender Werbung und zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen. Im konkreten Fall werden Fristen, Unterlagen und die geltenden Vorschriften gesondert geprüft.
1–4 von 4 Fragen werden angezeigt
Darf ein ehemaliger Mitarbeiter die Kundenliste des Unternehmens verwenden?
Die Beschaffenheit von Kundenlisten und die Art ihrer Erlangung werden nach den Bestimmungen über Geschäftsgeheimnisse, Verträge und personenbezogene Daten beurteilt.
Nicht jede allgemeine Kundeninformation ist automatisch ein Geschäftsgeheimnis. Die Vertraulichkeit der Information, die zu ihrem Schutz getroffenen Maßnahmen, die Pflichten des Mitarbeiters und die Nachweise der tatsächlichen Nutzung sind von Bedeutung.
Bindet eine Wettbewerbsverbotsvereinbarung einen ausgeschiedenen Mitarbeiter unbegrenzt?
Nein; hinsichtlich Dauer, Ort und Tätigkeit bestehen Grenzen der Verhältnismäßigkeit.
Im Rahmen der Artikel 444–447 des Türkischen Obligationenrechts werden der Zugang des Arbeitnehmers zum Kundenkreis oder zu Produktionsgeheimnissen, die Möglichkeit eines erheblichen Schadens für den Arbeitgeber und der Umfang des Verbots geprüft. Übermäßige Beschränkungen können vom Richter eingeschränkt werden.
Welche Rechte können gegen die irreführende Werbung eines Wettbewerbers geltend gemacht werden?
Sofern die Voraussetzungen vorliegen, können Ansprüche auf Feststellung des unlauteren Wettbewerbs, auf Unterlassung, auf Berichtigung und auf Schadensersatz in Betracht kommen.
Nach Artikel 54 des Türkischen Handelsgesetzbuchs und den folgenden Artikeln werden die konkrete Unrichtigkeit der Werbung, ihre Wirkung auf die Zielgruppe und der wirtschaftliche Schaden untersucht. Die ordnungsgemäße Sicherung von Werbebildern und datierten digitalen Aufzeichnungen ist von Bedeutung.
Wie wird nachgewiesen, dass ein Mitarbeiter eines Unternehmens in sozialen Medien Geheimnisse weitergegeben hat?
Mit Beweisen ist darzulegen, dass der Beitrag tatsächlich von der betreffenden Person stammt und Geheimnischarakter hat.
Die Originallinks, Veröffentlichungszeiten, die Reichweite des Zugriffs, Unternehmensrichtlinien und Vertraulichkeitspflichten werden zusammen geprüft. Bei der Verwendung rechtswidrig erlangter Inhalte privater Konten entsteht zusätzlich ein Risiko.
