In Türkiye sollten die rechtliche Struktur einer in einer Freizone gegründeten Gesellschaft, die vom Ministerium für Handel erteilte Tätigkeitslizenz und der Betriebsstandort in der Zone gemeinsam geplant werden. Ein türkischer oder ausländischer Investor kann eine neue Gesellschaft gründen oder für ein bestehendes Unternehmen das passende Zweigniederlassungsmodell prüfen. Die Anmietung einer Adresse in einer Freizone bedeutet jedoch nicht, dass sämtliche Einkünfte und Geschäfte steuerfrei sind. Der Umfang des Vorteils richtet sich nach der Tätigkeit, der Produktion, der Richtung der Verkäufe, dem Datum der Lizenz und den Dokumentationsbedingungen.
Dieser Beitrag erläutert die wichtigsten rechtlichen Fragen von der Gründung der Gesellschaft über die Betriebsphase bis zum Austritt aus der Zone, und zwar auf Grundlage der am 13. Oktober 2026 geltenden Vorschriften. Insbesondere werden die 2026 verlängerte Steuerbefreiung für Produktionsgewinne und die Exportbedingung für Arbeitslöhne der Beschäftigten gesondert bewertet.
Was ist eine Freizone und zu welchem Zweck wird sie errichtet?
Eine Freizone ist ein Gebiet innerhalb der politischen Grenzen Türkiyes, in dem im Hinblick auf Zoll, Außenhandel und bestimmte Steuern besondere Vorschriften gelten. Sie steht nicht außerhalb des türkischen Rechts. Die Pflichten aus Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht, Sozialversicherung, Verträgen, Umweltrecht und Datenschutz gelten zusammen mit den einschlägigen Sonderregelungen.
Zweck des Gesetzes Nr. 3218 über die Freizonen ist es, exportorientierte Investitionen und Produktion zu fördern, ausländische Direktinvestitionen und den Zufluss von Technologie zu beschleunigen, Unternehmen auf Exporte auszurichten und den internationalen Handel zu entwickeln. Die im Zollstatus anerkannte Sonderstellung bedeutet nicht, dass jede Ware als ausländischen Ursprungs gilt oder steuerfrei nach Türkiye eingeführt werden kann. Ursprung und Zollstatus sind unterschiedliche Begriffe. (S1, S2, S16)
Wo befinden sich die Freizonen in Türkiye?
Nach der allgemeinen Einführung des Ministeriums für Handel gibt es 19 tätige Freizonen. In der Region des Mittelmeers: Mersin, Antalya und Adana-Yumurtalık; in der Ägäis: Ege, Denizli, İzmir und Batı Anadolu; in der Marmara-Region: İstanbul Specialised, İstanbul Industry and Trade, İstanbul Thrace, Avrupa, Kocaeli, TÜBİTAK-MAM Technology und Bursa; an der Schwarzmeerküste: Trabzon, Rize und Samsun; sowie in weiteren Regionen: Gaziantep und Kayseri. Eine beschlossene Zone und eine tatsächlich arbeitende Zone befinden sich möglicherweise nicht im selben Stadium. (S26)
Bei der Wahl der Zone sollten die Verwertbarkeit des Produkts und der Dienstleistung, Hafen- und Transportanbindung, Energie- und Infrastrukturkapazität, das Arbeitskräftepotenzial, ein geeigneter Betriebsstandort, der Tarif des Betreibers und der Markt, in dem sich der Kunde befindet, gemeinsam geprüft werden. Auch für eine Gründung in Antalya sollten Tätigkeit und technische Eignung des Standorts zuerst untersucht werden, bevor eine Investitions- und Mietverpflichtung eingegangen wird.
Welches Geschäftsmodell passt zu einer Freizone?
Eine Freizone kann für exportorientierte Produktion, internationale Beschaffung, Lagerung, bestimmte Logistiktätigkeiten und zulässige Dienstleistungen geeignet sein. Für ein Unternehmen, dessen Verkäufe überwiegend in dem Teil Türkiyes außerhalb der Zone stattfinden, können dagegen Einfuhren und Einkünfte außerhalb der Befreiung die Investitionsrechnung verändern.
Produktion, Handel, Wartung und Reparatur, Montage, Lagerung oder Softwareaktivitäten führen nicht zum gleichen Lizenz- und Steuerergebnis. Bei der Prüfung eines Antrags werden die Exportausrichtung der Tätigkeit, ihre Beschäftigungswirkung, ihre wirtschaftliche Natur, ihre Auswirkungen auf Gesundheit von Mensch und Umwelt, sensible Produkte und die physischen Einrichtungen der Zone berücksichtigt. Ein Geschäftsplan sollte auf realen Daten zu Kunden, Produkten, Investitionen, Finanzierung und Personal beruhen. (S1, S4)
Freizonen, organisierte Industriezonen und Technologieparkmodelle sollten nicht beliebig austauschbar verwendet werden. Für eine auf Forschung und Entwicklung oder ein Softwareprojekt gestützte Investition kann auch die Gründung einer Gesellschaft in einem Technopark verglichen werden. Die Entscheidung sollte nicht allein am Steuersatz, sondern an den Gesamtkosten von Gründung und Betrieb ausgerichtet werden.
Wie sollten eine neue Gesellschaft, eine türkische Zweigniederlassung oder die Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens gewählt werden?
Eine neue, in einer Freizone ansässige Gesellschaft, eine Freizonen-Zweigniederlassung einer bestehenden türkischen Gesellschaft und eine Niederlassung in Türkiye eines ausländischen Unternehmens sind unterschiedliche Rechtsformen. Eine von einem ausländischen Investor nach türkischem Recht gegründete Tochtergesellschaft erhält eine eigene Rechtspersönlichkeit; eine Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens ist von ihrer Hauptniederlassung rechtlich nicht getrennt.
| Gründungsmodell | Rechtliche Struktur | Wichtigster Punkt |
|---|---|---|
| Neue, in einer Freizone ansässige Gesellschaft | Erhält mit der Eintragung eine eigene Rechtspersönlichkeit | Gesellschaftsvertrag, Adresse und Unternehmensgegenstand müssen mit der Lizenzakte übereinstimmen |
| Zweigniederlassung einer in Türkiye ansässigen Gesellschaft | Hat keine von der Muttergesellschaft getrennte Rechtspersönlichkeit | Ein Beschluss über die Zweigniederlassung, die Zuweisung von Kapital, getrennte Buchführung und Geschäfte mit der Hauptniederlassung müssen geregelt werden |
| Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens | Eine Einheit der ausländischen Hauptniederlassung in Türkiye | Unterlagen der Hauptniederlassung und ein in Türkiye ansässiger, vollständig bevollmächtigter Vertreter sind erforderlich |
| Türkische Gesellschaft mit ausländischen Gesellschaftern | Eine nach türkischem Recht gegründete Gesellschaft | Gesellschafterunterlagen und die eigenen Pflichten der Gesellschaft werden getrennt gehalten |
Nach dem Rundschreiben Nr. 1998/4 wird die Freizonentätigkeit eines Unternehmens, das seine Tätigkeit im Teil Türkiyes außerhalb der Zone fortführt, über eine Zweigniederlassung ausgeübt. Die Verlegung der Hauptniederlassung in die Zone wird anhand der Beendigung der Tätigkeiten außerhalb und der Bedingungen der Genehmigung beurteilt; sie kann nicht als gewöhnliche Adressänderung behandelt werden.
Die Beschränkungen des Rundschreibens sind wichtig, wenn eine neue Gesellschaft mit einer Freizonenadresse unter derselben Firma im Teil Türkiyes außerhalb der Zone tätig ist und eine Zweigniederlassung eröffnet. Die Eröffnung einer Zweigniederlassung in anderen Freizonen oder im Ausland wird ebenfalls nach den einschlägigen Genehmigungsbedingungen beurteilt. Bei der Wahl zwischen Zweigniederlassung und neuer Gesellschaft sollten Verträge, Finanzierung, die Haftung der Gesellschafter und der künftige Investitionsplan gemeinsam berücksichtigt werden. (S3, S6)
Sollte eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung oder eine Aktiengesellschaft gegründet werden?
Das Mindestkapital einer neuen Gesellschaft mit beschränkter Haftung beträgt 50.000 TL, das einer Aktiengesellschaft 250.000 TL. Bei einer nicht börsennotierten Aktiengesellschaft, die das System des Registerkapitals anwendet, muss das Anfangskapital mindestens 500.000 TL betragen. Dies sind die Mindestbeträge nach dem Gesellschaftsrecht; sie sind weder das Gesamtbudget einer Investition in einer Freizone noch das Äquivalent der für eine Lizenz erforderlichen finanziellen Leistungsfähigkeit. Eine einheitliche Kapitalanforderung von 50.000 oder 100.000 US-Dollar für jeden Investor sollte nicht unterstellt werden. (S6)
Bei einer Aktiengesellschaft müssen vor der Eintragung mindestens ein Viertel des Nennwerts der bar übernommenen Aktien eingezahlt und der Rest innerhalb von 24 Monaten nach der Eintragung geleistet werden. Bei einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung gilt vor der Eintragung keine Pflicht zur Einzahlung eines Viertels; der Zahlungsplan für das Bareinlagekapital richtet sich nach den einschlägigen Vorschriften und dem Gesellschaftsvertrag.
Zu berücksichtigen ist außerdem die Haftung eines Gesellschafters einer GmbH für öffentliche Forderungen, die von der Gesellschaft nicht eingezogen werden können oder als uneinbringlich gelten, und zwar anteilig zu seinem Kapitalanteil. Die Haftung, die sich allein aus der Stellung als Aktionär einer Aktiengesellschaft ergibt, ist nicht dieselbe wie die Haftung aus der Stellung als Geschäftsführer oder gesetzlicher Vertreter. Die Haftung gesetzlicher Vertreter für öffentliche Schulden wird in beiden Strukturen gesondert beurteilt. (S6)
Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnisse, Bankgeschäfte, Übertragung von Anteilen, Streitigkeiten zwischen den Gesellschaftern und das Ausscheiden eines Investors sollten bereits bei der Gründung geregelt werden. Bei einer GmbH können die Pflicht, dass mindestens ein Gesellschafter Geschäftsführungs- und Vertretungsbefugnis hat, die Schriftform für die Übertragung von Anteilen, die notarielle Beglaubigung der Unterschriften und in der Regel die Zustimmung der Gesellschafterversammlung die Wahl beeinflussen.
Welche Unterlagen benötigt ein ausländischer Investor?
Allein die Tatsache, dass ein Investor ausländisch ist, begründet keine Pflicht, einen türkischen Partner zu suchen. Ausländische natürliche oder juristische Personen können in einer Freizone investieren, vorbehaltlich der besonderen Bedingungen der Tätigkeit und des Sektors. Artikel 12 des Gesetzes Nr. 3218 enthält jedoch eine Bestimmung, wonach das Gesetz über ausländische Direktinvestitionen Nr. 4875 in einem bestimmten Punkt nicht anwendbar ist; die allgemeine Vorlage für eine ausländische Investitionsgründung sollte daher nicht unverändert auf die Zone übertragen werden. (S1, S6)
Bei einer ausländischen natürlichen Person werden Identität oder Reisepass, Steuernummer, Adresse und Vertretungsunterlagen geprüft; bei einer ausländischen juristischen Person der aktuelle Registerauszug und die Tätigkeitsnachweise, der Beschluss des zuständigen Organs sowie Unterschrifts- und Vertretungsbefugnisse. Bei einer Zweigniederlassung eines ausländischen Unternehmens müssen der Rechtsstatus der Hauptniederlassung, der Beschluss zur Errichtung der Zweigniederlassung und der in Türkiye ansässige, vollständig bevollmächtigte Vertreter gesondert belegt werden.
Im Ausland ausgestellte Dokumente können je nach Land und Dokumentart eine Apostille oder eine konsularische Beglaubigung, eine türkische Übersetzung und weitere erforderliche Genehmigungen verlangen. Eine Prüfung durch die Bank hinsichtlich des wirtschaftlich Berechtigten, der Gesellschafterstruktur und der Herkunft der Mittel sollte ebenfalls in den Zeitplan der Gründung aufgenommen werden. Die Gründung einer Gesellschaft gewährt einem Gesellschafter nicht automatisch ein Recht zu arbeiten oder sich aufzuhalten. (S6, S17)
Wie verlaufen Antrag auf Tätigkeitslizenz und Gründungsverfahren?
Die Tätigkeitslizenz wird von der zuständigen Stelle des Ministeriums für Handel erteilt. Der Zonenbetreiber wirkt bei der Bereitstellung der Räumlichkeiten und der Betriebsdienste mit; er ist nicht allein die Behörde, die die Tätigkeitslizenz erteilt. Der Antrag wird bei der zuständigen Freizonendirektion mit dem Antragsformular für die Tätigkeitslizenz und dessen Anlagen gestellt. Die Verordnung regelt die Zustellung persönlich und per Einschreiben; elektronische Antrags- und Dokumentenverfahren folgen für die jeweilige Transaktion gesondert. (S2, S4)
Bei der Gründung werden zuerst die Tätigkeit, die Zone und das Modell von Gesellschaft oder Zweigniederlassung festgelegt. Der Entwurf des Gesellschaftsvertrags der neuen Gesellschaft, der Beschluss über die Zweigniederlassung oder die Verlegung der Hauptniederlassung der bestehenden Gesellschaft sowie der Geschäftsplan werden in Übereinstimmung mit der Lizenzakte erstellt. Die Antragsgebühr wird bezahlt; die Akte durchläuft die Stellungnahme des Betreibers und die behördliche Prüfung. Nach dem Konformitätsschreiben werden der Mietvertrag für die Räumlichkeiten und die erforderlichen ergänzenden Unterlagen innerhalb der Frist eingereicht; Handelsregistereintragung, Steuer- und Lizenzverfahren werden je nach bestehender Struktur des Investors verknüpft.
Wird ein Antrag nach Artikel 11 der Verordnung als zulässig befunden, ist wichtig, dass der Mietvertrag und die erforderlichen Unterlagen innerhalb von 30 Tagen ab Bekanntgabe des Konformitätsschreibens abgeschlossen werden. Diese Frist bedeutet nicht, dass sämtliche Gründungen in 30 Tagen abgeschlossen werden. Die nicht fristgerechte Vervollständigung und die Ablehnung des Antrags in der Sache können für die Rückerstattung der gezahlten Gebühr unterschiedliche Folgen haben. (S2)
| Dokumentengruppe | In der Akte enthaltene Informationen | Hinweis zum Antrag |
|---|---|---|
| Tätigkeit und Investition | Formular, Geschäftsplan, Produkt/Dienstleistung, Investition, Finanzierung, Export- und Beschäftigungsprognose | Gegenstand der Lizenz und tatsächliche Tätigkeit müssen übereinstimmen |
| Identität und Vertretung | Unterlagen der Gesellschafter/Gründer, Beschluss des zuständigen Organs, Unterschrifts- und Vertretungsdokumente | Beglaubigung und Übersetzung ausländischer Unterlagen sind zu prüfen |
| Gesellschafts- und Finanzstruktur | Entwurf des Vertrags oder Register-/Kammerauszüge, Jahresabschlüsse des bestehenden Unternehmens | Für eine noch nicht gegründete Gesellschaft darf keine dreijährige Bilanz so behandelt werden, als gäbe es sie |
| Räumlichkeiten und technische Kapazität | Miet- oder Nutzungsunterlagen für Grundstück, Maschinen, Kapazität, Projekt und erforderliche Sondergenehmigungen | Fertige Räumlichkeiten und Bauinvestition sind getrennt zu halten |
| Gebühr und Antragsnachweis | Quittung über die Antragsgebühr, Anschreiben und Zustellnachweise | Das aktuelle amtliche Konto und die erläuternden Informationen sind zu verwenden |
Nach Erteilung der Lizenz erfolgt die Eintragung in das Firmeninformationsregister der Direktion gesondert von der Handelsregistereintragung. Die Freizonen-Transaktionsbescheinigung (SBİF), die Zoll-, Lager-, Bank-, Buchhaltungs- und Personalregelungen sind vor dem ersten Geschäft einzurichten. Der Lagernutzungsnachweis (Depo Kullanma Belgesi) ist ein gesondertes Dokument für ein geeignetes Lagermodell; er ersetzt nicht die Lizenz für alle Produktions- und Handelstätigkeiten. (S2, S4)
Laufzeit der Lizenz, Antragsgebühr und Antrag auf Verlängerung
Die Grundfristen nach dem Rundschreiben Nr. 2009/3 lauten wie folgt. Ein Investor ist ein Nutzer, der seinen eigenen Betriebsstandort errichtet; ein Mieter ist ein Nutzer, der einen fertigen Betriebsstandort anmietet. (S5)
| Nutzerstatus | Produktionstätigkeit | Andere Tätigkeiten |
|---|---|---|
| Nutzer, der einen fertigen Betriebsstandort mietet | 20 Jahre | 15 Jahre |
| Investor, der einen eigenen Betriebsstandort errichtet | 45 Jahre | 30 Jahre |
Eine Lizenz für die Tätigkeit der Vermietung eines Betriebsstandorts wird für höchstens fünf Jahre erteilt. Für Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in der Freizone TÜBİTAK-MAM Technology gelten Sonderregeln. Die Standardfristen begründen nicht bei jedem Antrag ein bedingungsloses erworbenes Recht.
Die allgemeine Antragsgebühr für die Tätigkeitslizenz beträgt 5.000 US-Dollar. Dieser Betrag deckt weder das Gesellschaftskapital noch Miete oder sämtliche Gründungskosten. Der bedingte Nachlass nach TÜBİTAK-MAM ist kein allgemeiner Investorennachlass. Für Neuausstellungen, etwa bei Änderungen der Angaben auf der Lizenz oder bei Verlust der Urkunde, sind gesonderte Gebühren vorgesehen, zum Beispiel 200 US-Dollar; für die Übertragung von Gebäuden oder Aufbauten sind unter anderem 500 US-Dollar für den Übertragenden vorgesehen. (S5)
Die Erstattung bei Ablehnung eines Antrags ist von der Rücknahme eines Antrags zu unterscheiden, der bereits positiv beurteilt wurde. Bei einer Rücknahmeerklärung innerhalb von 30 Tagen ab dem Datum des Konformitätsschreibens gelten die Transaktionsgebühr von 500 US-Dollar und die Erstattungsbedingungen des Rundschreibens. Der Zeitraum ab der Bekanntgabe der Einreichung des Mietvertrags darf mit diesem Ausgangspunkt nicht verwechselt werden.
Ein Nutzer, der seine Tätigkeit fortsetzen will, muss den Antrag vor Ablauf der Frist stellen. Nach Bewertung der Tätigkeit der letzten drei Jahre kann unter derselben Lizenznummer eine neue Lizenz ab dem Tag erteilt werden, an dem die bisherige Frist endete. Das ausgestellte Dokument ist kein „Tätigkeitsbericht“. Da für frühere Investorenlizenzen besondere Fristregelungen bestehen, kann nicht gesagt werden, dass sich die Frist unter keinen Umständen ändern kann. (S5)
Miete, Aufbauinvestition und Gesamtkosten der Gründung
Die Anmietung eines fertigen Betriebsstandorts und die Errichtung einer Anlage auf Staatsgrund sind nicht dieselbe Investition. Bei Staatsgrund geht der Aufbau am Ende der Nutzungsdauer auf den Staat über; bei Privatgrund sind Eigentum, Übertragung und Pachtbedingungen maßgeblich; in beiden Modellen sind die behördlichen Genehmigungen vor Vertragsabschluss zu prüfen. Übertragung der Lizenz, Übertragung von Gesellschaftsanteilen und Übertragung des Aufbaus sind unterschiedliche Geschäfte. (S2, S7)
Der Mietvertrag sollte den Zustand bei Übergabe, den Verwendungszweck, die Laufzeit, Preis und Erhöhungsmethode, die Kaution, Nebenkosten, die Infrastrukturkapazität, Instandhaltung, Versicherung, Untervermietung, die vorzeitige Beendigung und den Zustand des Gebäudes am Ende der Investition klar regeln. Ein Missverhältnis zwischen Lizenz und Mietlaufzeit kann dazu führen, dass das Unternehmen für einen Zeitraum eine Verpflichtung übernimmt, den es nicht nutzen kann.
Der allgemeine Investitionszeitplan im Rundschreiben Nr. 2019/3 sieht sechs Monate für ein Projekt und achtzehn Monate für den Bau vor; Sonderanlagen, Genehmigungsverfahren und Voraussetzungen für eine Fristverlängerung werden gesondert beurteilt. Die Pflicht eines Mieters, den Betrieb innerhalb von sechs Monaten ab dem Datum der Lizenz aufzunehmen, und die eines Investors ab dem Datum der Nutzungsgenehmigung, wird ebenfalls gesondert überwacht. Die jährliche Versicherung und gegebenenfalls die Pflicht, das Interesse des Staates an der Police nachzuweisen, sind in die Investitionsakte aufzunehmen. (S3, S7)
Das tatsächliche Budget umfasst Kapital, Antragsgebühr für die Lizenz, Registergebühren, Notar- und Übersetzungskosten, Miete und Sicherheiten, Bau oder Umbau, Maschinen, Energie, Versicherung, Personal, Buchführung, Honorare der Wirtschaftsprüfer, Rechtsberatung, Zollberatung und Tarife des Betreibers. Steuerbefreiung, Barförderung und Nachlässe des Betreibers sind gesonderte Posten. Ein fester Gesamtpreis oder eine bestimmte Fertigstellungswoche sollte nicht zugesagt werden, bevor die Lücken in der Akte und die technischen Genehmigungen bekannt sind.
Zu Einzelheiten des Themas kann auf den Abschnitt über Yachtbauverträge verwiesen werden.
Welche Einkünfte in einer Freizone sind 2026 von der Steuer befreit?
Das Übergangsrecht für bestehende Lizenzen zum Stichtag 6. Februar 2004 und die Vorschriften für Produktions- und Dienstleistungstätigkeiten, die später begonnen haben, sind getrennt zu betrachten. Das Übergangsrecht ist auf den in der Lizenz zu diesem Stichtag genannten Zeitraum beschränkt; die spätere Fortführung der Lizenz verlängert das frühere Steuerrecht nicht automatisch. (S1, S9)
Die für die Produktionsbefreiung 2025 eingeführte Beschränkung von Verkäufen ins Ausland wurde 2026 neu geregelt. Mit dem Gesetz Nr. 7577 sind ab dem 1. Januar 2026 Einkünfte aus dem Verkauf von in der Zone hergestellten Waren ins Ausland, in dieselbe Freizone oder in andere Freizonen in den Anwendungsbereich einbezogen worden. Das Allgemeine Körperschaftsteuer-Kommuniqué Nr. 26 vom 4. Juli 2026 erläutert die Anwendung. Einkünfte aus Verkäufen in den Teil Türkiyes außerhalb der Freizone fallen nicht unter diese Produktionsbefreiung. (S1, S8)
| Verkaufsrichtung der in der Zone hergestellten Ware im Jahr 2026 | Hypothetische Nettoeinkünfte | Befreiung für Produktionsgewinne |
|---|---|---|
| Ausland | 6.000.000 TL | Im Anwendungsbereich, vorbehaltlich der Bedingungen |
| Dieselbe Freizone | 2.000.000 TL | Im Anwendungsbereich, vorbehaltlich der Bedingungen |
| Andere Freizone | 1.000.000 TL | Im Anwendungsbereich, vorbehaltlich der Bedingungen |
| Teil Türkiyes außerhalb der Freizone | 3.000.000 TL | Außerhalb dieser Befreiung |
Unter der Annahme, dass die übrigen Bedingungen erfüllt sind und die Beträge die Einkünfte nach Abzug der Aufwendungen darstellen, fallen in diesem Beispiel 9.000.000 TL in die Befreiung. Die 3.000.000 TL unterliegen gesondert den übrigen Steuervorschriften. Die Tabelle setzt voraus, dass keine Übergangslizenz aus der Zeit vor 2004 oder eine andere Sonderbefreiung besteht.
Erfasst eine Produktionslizenz sämtliche Einkünfte?
Nein. In der Zone tatsächlich hergestellte Produkte sind von extern gekauften und verkauften Handelswaren zu trennen. Der bloße Besitz einer Produktionslizenz macht Handelseinkünfte nicht zu Produktionseinkünften. Die vollständige Vergabe der Produktion an externe Lohnfertigung und der Einkauf von Auftragsleistungen in bestimmten Stufen, in denen die Hauptproduktion im Betrieb stattfindet, sind ebenfalls nicht dasselbe. Im letzteren Fall werden die Bedingungen des Kommuniqués, die Kapazität, die Organisation der Arbeit und die Kosten gemeinsam berücksichtigt. (S9)
Das Gesetz nennt bestimmte Bedingungen für Wartung und Reparatur, Montage, Demontage, Handhabung, Sortierung, Verpackung, Etikettierung, Prüfung und Lagerung; etwa wenn die gesamte Dienstleistung für ausländische Kunden mit näher bezeichneten Qualifikationen erbracht wird und die betreffenden Waren ins Ausland gehen, ohne Türkiye zu betreten. Nicht jedes Beratungs- oder Dienstleistungseinkommen fällt unter diese Bestimmung. Bei Software werden Lizenztyp, tatsächliche Produktion, Standort des Kunden, Ort der Nutzung und Exportnachweis gesondert beurteilt. (S1, S10)
Wie werden der Befreiungsbetrag und die gemeinsamen Aufwendungen berechnet?
Die Befreiung gilt nicht für den Umsatzerlös, sondern für die Einkünfte, die sich nach Abzug von Kosten und Aufwendungen aus dem betreffenden Erlös ergeben. Befreite und steuerpflichtige Tätigkeiten müssen getrennt erfasst werden. Ein Verlust aus der befreiten Tätigkeit kann nicht zur Minderung des steuerpflichtigen Einkommens verwendet werden.
Gemeinsame allgemeine Aufwendungen zwischen Hauptniederlassung und Freizonentätigkeit werden nach dem Kostenverhältnis im Kommuniqué verteilt; die Abschreibung gemeinsam genutzter abnutzbarer Wirtschaftsgüter erfolgt überwiegend nach Nutzungstagen. Ist der Nutzungszeitraum nicht bestimmbar, gilt die Methode der gemeinsamen Aufwendungen. Kursdifferenzen und Fälligkeitsdifferenzen bei Forderungen aus Tätigkeit und Erlösen, die vorübergehend bis zur Verwendung für Tätigkeitszahlungen gehalten werden, sowie nicht betriebliche Finanzerträge werden nicht gleich behandelt. Die Lage eines Bankkontos in der Zone befreit nicht sämtliche Zinsen und Repo-Erträge. (S9)
Mindestkörperschaftsteuer und der Produktionssatz 2027
Bei der Berechnung der inländischen Mindestkörperschaftsteuer bedeutet der Abzug befreiter Einkünfte nach dem Gesetz Nr. 3218 nicht, dass die Prüfung der inländischen und globalen Mindestergänzungssteuer für große multinationale Konzerne entfallen ist. Sind die Schwelle des konsolidierten Umsatzes und der Konzernumfang erfüllt, wird das zweite Regime gesondert beurteilt. (S9, S25)
Der mit dem Gesetz Nr. 7582 eingeführte Satz von 12,5 % auf die ausschließlichen Produktionseinkünfte von Betrieben mit gewerblicher Industriebescheinigung, die tatsächlich produzieren, gilt für die Besteuerungszeiträume ab 2027. Der im Sonderrechnungszeitraum beginnende Zeitraum 2027 ist maßgeblich. Dieser Satz darf nicht so behandelt werden, als gelte er für 2026-Einkünfte; für Produktionseinkünfte außerhalb der Befreiung ist er zusammen mit dem Zeitpunkt des Inkrafttretens zu betrachten. (S9)
Die 85-%-Exportbedingung für Arbeitslöhne und die Berichte des Wirtschaftsprüfers
Die Exportbedingung bei der Einkommensteuer auf Arbeitslöhne ist von der Produktionsbefreiung des Unternehmens zu trennen. Der Gesamt-FOB-Wert der in der Freizone hergestellten Erzeugnisse muss zu mindestens 85 % ins Ausland exportiert werden, und die übrigen Bedingungen müssen erfüllt sein. Dass Verkaufserlöse aus derselben oder einer anderen Freizone 2026 in die Befreiung fallen, bedeutet nicht, dass ein solcher Verkauf für die Berechnung des Lohnsteuerabzugs automatisch als Export ins Ausland zählt. (S1, S10)
In einem vereinfachten Beispiel seien im selben Jahr 1.000 Einheiten eines einzigen Produkts hergestellt und vollständig verkauft worden, mit einem Stück-FOB-Wert von 100 US-Dollar. Wurden 900 Einheiten ins Ausland exportiert, beträgt das Verhältnis 90 %; wurden 800 Einheiten exportiert, sind es 80 %. Im ersten Fall ist die Schwelle überschritten, im zweiten nicht. Bei einem Betrieb mit Anfangs- und Endbestand, verschiedenen Produkten, Preisen und Verkäufen im Folgejahr darf diese einfache Formel nicht unmittelbar verwendet werden; die Berechnung ist nach der Produktions- und Verkaufsmethode im Kommuniqué vorzunehmen.
Werden die Bedingungen nicht auf Jahresbasis erfüllt, entstehen der Verspätungszuschlag auf nicht rechtzeitig erhobene Steuern und der im Gesetz vorgesehene Erhebungsmechanismus. Diese Regelung bedeutet nicht, dass jeder Verstoß gegen Dokumentations- oder Erklärungspflichten ungeahndet bleibt. Der Vorteil beim Lohnsteuerabzug beseitigt weder die Sozialversicherungsbeiträge noch die gesamten Personalkosten des Arbeitgebers.
Drei verschiedene Berichte sollten nicht verwechselt werden
Für den Lohnsteuerabzug ist der allgemeine Termin für die Einreichung des Tätigkeitsbescheinigungsberichts der Freizone der 15. Februar des auf das betreffende Jahr folgenden Jahres. In Fällen wie der Beendigung der Tätigkeit im Laufe des Jahres oder der Erfüllung der Exportbedingung durch Verkäufe im Folgejahr gelten Sonderfristen. Eine zusätzliche Frist aus berechtigtem Grund und die Fristverlängerung von 46 Tagen ab dem Endtermin im Kommuniqué Nr. 2 dürfen nicht als gewöhnliche und sanktionsfreie Verlängerung verstanden werden. (S10)
Die Bescheinigung der Befreiung von Einkünften in der Jahreserklärung richtet sich nach dem Kommuniqué Nr. 49. Für das Jahr 2025 wurden Kriterien von 500.000 TL in einer gesonderten Zeile und 1.000.000 TL in der betreffenden Summe festgelegt. Die Schwellen für spätere Jahre hängen vom Neubewertungsmechanismus ab; eine 2025 eingereichte Erklärung für 2025 und die Einkünfte 2026 gehören nicht zum selben Zeitraum. Der verpflichtende Bescheinigungsbericht wird in der Regel mit der Erklärung oder innerhalb von zwei Monaten nach Ende der Abgabefrist eingereicht. Verlangt der vollständige Bescheinigungsbericht einen gesonderten Abschnitt, ist kein doppelter Bericht erforderlich. Bei Mängeln ist das Verfahren nach Artikel 227 der VUK (Ergänzungsbestimmung) gesondert zu beurteilen. (S11)
Die Bescheinigung des Wirtschaftsprüfers und die Überwachungsunterlagen zur Förderung in einer spezialisierten Freizone bilden die dritte Akte. Der Lohnbericht oder die Bescheinigung zur Körperschaftsteuer ersetzt den Förderbericht nicht. Für jeden Bericht sind von Beginn an der Verantwortliche, der Zeitraum, der Endtermin, die Unterlagen und der Zustellnachweis festzulegen. (S15)
Entscheidung des Staatsrats zur Dokumentation von Softwareexporten
Mit seiner Entscheidung vom 2. März 2021, E.2018/5020, K.2021/1336, hat die 4. Kammer des Staatsrats die Regelung für rechtmäßig erklärt, wonach für den Lohnsteuerabzugsvorteil bei elektronischen Softwareexporten die Einfuhr der Devisen nach Türkiye bis zum Zeitpunkt der Einreichung des Bescheinigungsberichts des Wirtschaftsprüfers nachzuweisen ist. Die Klage wurde hinsichtlich des Verordnungsakts abgewiesen. Die Entscheidung über einzelne Schreiben und Zahlungsbefehle beruht auf den Beurteilungen eines endgültigen Akts und eines anhängigen Rechtsstreits. (S24)
Die Entscheidung kann nicht so verallgemeinert werden, dass alle Einkünfte aus der Freizone bis zur Einziehung steuerpflichtig bleiben. Gegenstand der Prüfung sind die Software-Exporte und die Dokumentationsbedingungen für den Lohnsteuerabzug im betreffenden Zeitraum. Die Lehre für das Unternehmen ist, dass Vertrag, Rechnung, Exportnachweis, Bankbeleg und Bescheinigungsbericht des Wirtschaftsprüfers zeitlich aufeinander abgestimmt verwaltet werden sollten. (S24)
Umsatzsteuer, Verbrauchsteuer, Stempelsteuer, Gebühren und Grundsteuer
Bei Lieferungen von Waren aus Türkiye in eine Freizone gilt die Umsatzsteuerbefreiung für Ausfuhren unter den Liefer- und Ausfuhrbedingungen des Gesetzes. Das Umsatzsteuersystem für Waren, auf die die Freizonenvorschriften Anwendung finden, sowie die in der Freizone erbrachten Dienstleistungen und die Beförderung für Exportzwecke von und in die Zone sind in verschiedenen Unterabsätzen geregelt. Eine von außerhalb der Zone erbrachte Dienstleistung ist nicht allein deshalb von der Umsatzsteuer befreit, weil ihr Empfänger in der Freizone ansässig ist. Energiekosten sind neben ihrem steuerlichen Charakter auch anhand der Tarife und Dienstleistungsentgelte zu beurteilen. (S12)
Die Aussage, „alle Waren in einer Freizone sind zu 100 % von der Verbrauchsteuer befreit“, ist für die Verbrauchsteuer nicht zutreffend. Nach Artikel 7/7 des Gesetzes Nr. 4760 ist die Befreiung nach den Freizonenvorschriften für Waren der dem Gesetz beigefügten Liste (III) geregelt. Andere Listen werden nach den Bedingungen der Einfuhr- und Ausfuhrbefreiung geprüft. (S13)
Die Befreiung von Stempelsteuer und Gebühren betrifft Geschäfte und Schriftstücke, die sich auf die in der Zone ausgeübten Tätigkeiten beziehen. Es ist nicht zutreffend, alle von der Gesellschaft ausgestellten Dokumente ohne Prüfung ihres Zusammenhangs mit der Tätigkeit in die Befreiung einzubeziehen. (S1)
Gebäude in Freizonen genießen nach Artikel 4/m des Gesetzes über die Grundsteuer (Emlak Vergisi Kanunu) eine dauerhafte Befreiung; die Bedingung dieses Artikels, dass das Grundstück nicht vermietet werden darf, ist zu beachten. Die Gebäudebefreiung macht nicht sämtliche Immobilien und sämtliche Nutzungsmodelle im selben Umfang steuerfrei. Die einschlägige Änderung erfolgte durch das Gesetz Nr. 7033. (S14)
Personal- und Mietförderung in spezialisierten Freizonen
Die Förderungen nach Beschluss Nr. 2635 und Rundschreiben Nr. 2020/4 sind kein automatisches Recht jedes Nutzers einer Freizone. Die passende Tätigkeit, Lizenz, Aufnahme in das Programm sowie die Nachweisbedingungen für Investition und Aufwendungen für Software, Informatik und devisenerzeugende Dienstleistungen sowie für die Herstellung von Erzeugnissen mittlerer bis hoher Technologie werden gemeinsam geprüft. Das Alter des bestehenden Unternehmens, seine Exporterfahrung, das Modell der Übertragung auf das Zentrum, eine Zweigniederlassung oder eine Mehrheitsbeteiligung können für den Antrag von Bedeutung sein. (S15)
Die Förderung kann für höchstens 50 % des Bruttolohns von höchstens zehn qualifizierten Beschäftigten gewährt werden, mit einer Grenze von höchstens 1.250 US-Dollar monatlich und 15.000 US-Dollar jährlich je Person. Für die Miete von Grundstücken und Gebäuden beträgt die Förderung 50 %, mit einer jährlichen Obergrenze von 75.000 US-Dollar. Die Förderung kann für höchstens fünf Jahre in Anspruch genommen werden. Ausschlüsse von Beschäftigten, etwa Gesellschafter, bestimmte nahe Angehörige und Geschäftsführer, sowie die Stellung von Nutzern mit einer besonderen Dreijahreslizenz sind gesondert zu prüfen.
Die Auszahlung der Förderung setzt Lohn- und Mietzahlungsnachweise, ordnungsgemäße Personalunterlagen, ein Überwachungsformular und einen Bericht des Wirtschaftsprüfers voraus. Die Anträge, die im Januar, April, Juli und Oktober nach den Quartalszeiträumen der Aufwendungen im Rundschreiben zu stellen sind, sollten im Geschäftskalender vermerkt werden.
Der Beschluss Nr. 10819, veröffentlicht am 8. Januar 2026, hat die Kreditförderung für operative Unternehmen mit Wirkung zum 1. Januar 2026 abgeschafft und die Vorschriften für Nutzer neu geregelt. Beschränkungen der Nutzung anderer Förderprogramme für dieselbe Tätigkeit dürfen nicht darauf reduziert werden, ob dieselbe Rechnung zweimal vorgelegt wurde. Der Beschluss über die Förderung und das aktuell geltende Durchführungsrundschreiben sind gemeinsam zu lesen. (S15)
Zollverfahren, SBİF, Ursprung und besondere Warenbewegungen
Der Handel zwischen dem übrigen Türkiye und der Freizone sowie von der Freizone in den übrigen Teil Türkiyes unterliegt dem Außenhandelsregime. Für Geschäfte zwischen der Freizone und anderen Ländern sowie anderen Freizonen gelten besondere Vorschriften. Das bedeutet nicht, dass Warenbewegungen außerhalb von Erfassung und Kontrolle stehen. SBİF, Rechnung, Beförderungsdokument, Lagerbuchführung und gegebenenfalls die Zollanmeldung müssen übereinstimmen. (S1, S2, S16)
Für bestimmte Waren, die keine unmittelbaren Produktionsvorleistungen sind und zum Verbrauch oder zur Nutzung aus Türkiye in die Zone gesandt werden, besteht eine fakultative Erleichterung des Ausfuhrverfahrens, sofern der Gesamtrechnungswert einer Sendung 5.000 US-Dollar oder den entsprechenden Betrag in türkischer Lira nicht übersteigt und die Freizonendirektion zustimmt. Diese Bestimmung ist keine allgemeine Steuerbefreiung für alle kleinen Sendungen.
Die Zolltarifnummer (GTİP), der Ursprung und der Status der freien Verkehrsfähigkeit werden gesondert bestimmt. Das Bewegungszertifikat A.TR ist kein Ursprungszeugnis. Die Verarbeitung ausländischer Vorprodukte in der Zone bedeutet nicht von selbst, dass sämtliche Ursprungsbedingungen erfüllt sind. Bei der Einfuhr nach Türkiye können je nach Art der Waren Einfuhrzölle, handelspolitische Maßnahmen und Produktsicherheitsvorschriften gelten.
Für Lohnfertigung, Wartung und Reparatur, vorübergehende Ein- und Ausfuhr, Abfall und Schrott bestehen andere Genehmigungs- und Sicherheitsregelungen als für einen endgültigen Verkauf. Für Waren, die dem Nutzer nicht gehören, etwa Wartungs- und Reparaturgegenstände, oder für vorübergehend verbrachte Fahrzeuge und Ausrüstung, gelten Sonderregeln wie eine Frist von zwölf Monaten. Die Rückführung vorübergehend aus der Zone verbrachter Waren und die am Ende des Verfahrens zu erhebenden Beträge werden gesondert überwacht. Dass für die Lagerung von Waren in der Zone grundsätzlich keine Frist gilt, hebt die Fristen für vorübergehende Waren oder die Pflicht zur Entfernung der Waren bei Ende der Lizenz nicht auf. (S2, S16)
Sonderkontogebühr von 1 Promille und 9 Promille
Nach Artikel 7 des Gesetzes Nr. 3218 und Artikel 41 der Verordnung wird für bestimmte Nutzer und Warenbewegungen eine Sonderkontogebühr erhoben. Für Hersteller oder entsprechende Nutzer mit einer Lizenz vor dem 6. Februar 2004 gelten als Grundregeln 1 Promille auf den CIF-Wert von aus dem Ausland in die Zone verbrachten Waren und 9 Promille auf den FOB-Wert von aus der Zone nach Türkiye verbrachten Waren. Für Investitions- und Anlagegüter, vorübergehende Verfahren und nach 2004 nicht produzierende Nutzer gelten Befreiungen und abweichende Regeln.
Beispielsweise beträgt bei 200.000 US-Dollar CIF an eingehenden Waren zu 1 Promille der Betrag 200 US-Dollar; bei 300.000 US-Dollar FOB an nach Türkiye ausgehenden Waren zu 9 Promille beträgt der Betrag 2.700 US-Dollar. Dies sind keine Zollberechnungen. Bestimmte Verkäufe innerhalb der Zone und vorübergehende Ausfuhrsicherheiten werden ebenfalls gesondert beurteilt; eine einheitliche Gebühr von 1 % wird nicht auf alle Geschäfte angewandt. (S1, S2)
Zu Einzelheiten des Themas kann auf den Abschnitt über Yachtbau, Refit-Verträge und Wartungs- und Reparaturprozesse verwiesen werden.
Zu Einzelheiten des Themas kann auf den Abschnitt über Aufenthalt und Nutzungsbedingungen einer unter ausländischer Flagge fahrenden Yacht in Türkiye verwiesen werden.
Personal, Arbeitserlaubnis für Ausländer und Sozialversicherung
Für die Beschäftigten einer Freizone gelten weiterhin Arbeitsrecht, Sozialversicherung und Arbeitsschutz. Arbeitsvertrag, Arbeitszeit, Löhne, Urlaub, Kündigung und Haftung für Arbeitsunfälle sind von steuerlichen Anreizen unabhängig. Es kann ein Verhältnis von Auftraggeber und Subunternehmer entstehen; dass der Subunternehmer kein Nutzer ist, hebt die Pflicht nicht auf, dass seine Beschäftigten die Zutritts- und Sicherheitsregeln der Zone einhalten.
Die Beschäftigung eines ausländischen Arbeitnehmers erfolgt nach dem für Freizonen spezifischen Verfahren. Die Akte eines Ausländers, der sich rechtmäßig in Türkiye aufhält, wird vom Nutzer bei der Freizonendirektion eingereicht; der Antrag eines Ausländers im Ausland wird im Zusammenhang mit dem Verfahren der türkischen Auslandsvertretung gestellt. Das Genehmigungsdokument wird vom Ministerium für Arbeit und Soziales ausgestellt. Dass ein Gesellschafter kein Hochschuldiplom vorlegen muss, befreit ihn nicht automatisch von der Arbeitserlaubnis. (S17)
Die dreißigtägige Frist zur Vervollständigung fehlender Antragsunterlagen, die Pflicht, das KEP-Konto innerhalb von 15 Tagen nach Arbeitsbeginn bei Anträgen aus dem Ausland anzuzeigen, und die Pflicht, das Sozialversicherungsanmeldungsdokument innerhalb von 30 Tagen ab Zustellung des Genehmigungsdokuments bei der Freizonendirektion einzureichen, sind gesonderte Pflichten. Die letzte bedeutet nicht, dass die SGK-Anmeldung der Beschäftigung um 30 Tage verzögert werden darf. Nach der Genehmigung zu beachtende Verfahren, etwa die Rückgabe des Dokuments innerhalb einer Woche nach Widerruf der Genehmigung, sind ebenfalls einzuhalten. Ein Zutrittsausweis der Zone ersetzt keine Arbeitserlaubnis. (S17)
Buchführung, Verträge, Gewinnabführung und der laufende Betrieb
Geschäfte von Zweigniederlassung und Hauptniederlassung, befreite und steuerpflichtige Tätigkeiten sowie Lager- und Produktionsaufzeichnungen sind getrennt zu führen. Der Zeitplan für Bücher, elektronische Belege, Erklärungen und Berichte der Wirtschaftsprüfer sollte vor dem ersten Verkauf eingerichtet werden; Jahresendinformationen und die von der Verwaltung verlangten Berichte sind bei den zuständigen Personen nachzuverfolgen. Die Herstellung oder der Handel mit einem neuen Produkt kann die vorherige Genehmigung der betreffenden Änderungen des Antragsformulars erfordern. Die Aufnahme einer Tätigkeit in den Gesellschaftsvertrag verlängert die Lizenz allein nicht. (S2, S3, S9)
Bei Verkaufs- und Lieferverträgen sollten die Bestimmung der Ware, Qualität, Lieferweise, Gefahrübergang, Zahlung, Wechselkurs, Prüfung, Gewährleistung, Verzug, Kündigung und Streitbeilegung klar geregelt werden. Bei Lohnfertigungsverträgen sind auch das Eigentum an der Ware, Verluste bei der Verarbeitung, Rückgabe, geistiges Eigentum sowie die steuerlichen und zollrechtlichen Unterlagen anzugeben. Bei Software sind Quellcode, Lizenz, Arbeiten von Beschäftigten und Auftragnehmern sowie Geheimhaltungsbestimmungen wichtig.
Die Pflichten nach dem KVKK gelten für Kunden-, Beschäftigten- oder Cloud-Systeme, die personenbezogene Daten enthalten. Die Weitergabe von Daten an eine ausländische Muttergesellschaft oder an einen Dienstleister im Ausland muss auf einer rechtlichen Grundlage und mit Schutzvorkehrungen erfolgen, die dem geltenden Regime für grenzüberschreitende Übermittlung entsprechen. (S19)
In einer Freizone in Fremdwährung abrechnen zu können bedeutet nicht, dass sämtliche Zahlungen ausschließlich in Fremdwährung erfolgen; für Geschäfte, die in türkischer Lira abgewickelt werden dürfen, gelten Regeln. Gewinn, Kapital, Rückzahlung von Schulden und Dienstleistungsentgelte sind verschiedene Arten von Transfers. Die Nachweise des ausländischen Investors, dass der zu transferierende Betrag ihm gehört, sowie die Anzeigepflicht gegenüber der Freizonendirektion sind zu berücksichtigen. Die Transferfreiheit hebt weder die Prüfung durch die Bank noch den Steuerabzug oder die Prüfung von Geschäften mit nahestehenden Personen auf. (S1, S2)
Bei der Gewinnausschüttung oder der Überweisung der Erträge einer Zweigniederlassung an die Hauptniederlassung eines ausländischen Unternehmens kann je nach Status des Empfängers der allgemeine inländische Quellensteuersatz von 15 % gelten; Befreiungen für unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaften und das anwendbare Doppelbesteuerungsabkommen sind gesondert zu prüfen. Bei einer hypothetischen Bruttoausschüttung von 1.000.000 TL mit 15 % Quellensteuer entsteht ein Abzug von 150.000 TL. Dieses Beispiel ist kein feststehendes Ergebnis für alle Gesellschafter und alle Transfers. (S18)
Anteilsübertragung, Wachstum und Erwerb eines bestehenden Unternehmens
Der Erwerb von Gesellschaftsanteilen ist nicht dasselbe Geschäft wie die gesonderte Übertragung der Lizenz, des Aufbaus oder des Betriebs. Ein Wechsel des Gesellschafters beendet die Steuer-, Arbeits-, Miet- und Vertragsschulden der Gesellschaft nicht. Vor einem Erwerb sind Umfang und Dauer der Lizenz, Prüfungs- und Sanktionshistorie, Akten zur Steuerbefreiung, Bestandsdifferenzen, Personal, Rechtsstreitigkeiten und Vollstreckungsakten, geistiges Eigentum und Belastungen von Grundstücken zu prüfen.
Das Rundschreiben Nr. 1998/4 verlangt, dass Änderungen der Anteile innerhalb von 30 Tagen angezeigt werden. Bei Änderungen der Adresse, des Standorts, des Kapitals, der Vertretung und der Tätigkeit sind die Lizenz und die Unterlagen der Freizonendirektion zusammen mit dem Handelsregistereintrag zu aktualisieren. Bei Übertragungen oder Wachstumsvorgängen, die eine behördliche Übereinstimmung erfordern, sind die Bedingungen der Vertragserfüllung nach dem Ergebnis der Genehmigung festzulegen. (S2, S3, S7)
Wann kommen Tätigkeitsbeschränkung und Entzug der Lizenz in Betracht?
Artikel 14 der Verordnung sieht keine einheitliche Sanktion vor. Bei bestimmten Verstößen gegen Anzeigepflichten, Verträge oder die Regeln der Zone kann die Bearbeitung von SBİF für den Austritt von Waren und für Verkäufe innerhalb der Zone für einen Monat ausgesetzt werden. Sobald der Verstoß behoben ist, kann das Verfahren früher wieder aufgenommen werden. Die in älteren Texten für diese gesamte Gruppe genannte Dreimonatsfrist entspricht nicht den geltenden Vorschriften.
Bei Verstößen wie dem Austritt oder Eintritt von Waren entgegen der Verordnung oder einer nicht erklärten Bestandsdifferenz von höchstens 5 % je Warenart ist nach Artikel 14/b eine dreimonatige Beschränkung vorgesehen. Die 5-%-Grenze ist kein Recht auf freien Verlust. Eine nicht erklärte Differenz von mehr als 5 % kann bei irreführender Tätigkeit oder wiederholten schweren Verstößen nach dem einschlägigen Unterabsatz ohne Verwarnung zum Entzug der Lizenz führen. In anderen Fällen hängt der Entzug vom Ergebnis der Beurteilung ab. Folgen aus Zoll-, Steuer- und Strafrecht können zusätzlich gelten. (S2)
Der Prüfbericht, die Zählmethode, Bestands- und Produktionsaufzeichnungen, die Anzeige und der angewandte Unterabsatz sind gemeinsam zu prüfen. Es ist nicht zutreffend, jeden Verstoß mit demselben Zeitraum oder mit einem automatischen Entzug zu erklären.
Welche Rechtsbehelfe bestehen gegen die Ablehnung einer Lizenz und gegen Finanzentscheidungen?
Zunächst ist festzustellen, ob das Dokument ein Mängelschreiben, eine endgültige Ablehnung, eine Tätigkeitsbeschränkung, ein Entzug der Lizenz, ein Steuerbescheid, eine Zollentscheidung oder ein Zahlungsbefehl ist. Eine mündliche Besprechung oder die Vervollständigung von Unterlagen hemmt die Klagefrist für sich genommen nicht.
| Maßnahme | Allgemeiner Rechtsweg und Frist | Beurteilung der Frist |
|---|---|---|
| Endgültiger Verwaltungsakt wie Ablehnung, Beschränkung oder Entzug der Lizenz | Verwaltungsgericht innerhalb von 60 Tagen, sofern keine besondere Frist gilt | Maßgeblich sind die allgemeinen Regeln ab dem Tag nach der schriftlichen Bekanntgabe |
| Steuer- oder Strafbescheid | Steuergericht innerhalb von 30 Tagen, sofern keine besondere Vorschrift gilt | Maßgeblich sind Art der Bekanntgabe und der Maßnahme |
| Zoll, Strafe oder Verwaltungsentscheidung im Zollbereich | Einspruch innerhalb von 15 Tagen nach Artikel 242 des Zollgesetzes | Die Einspruchsbehörde, die Entscheidung und der anschließende Rechtsweg werden gesondert bestimmt |
| Zahlungsbefehl nach dem Gesetz Nr. 6183 | Klage innerhalb von 15 Tagen nach Artikel 58 | Eng begrenzte Gründe wie Nichtbestehen der Schuld, Teilzahlung oder Verjährung werden geprüft |
Ein fristgerecht und bei der richtigen Behörde gestellter Antrag nach Artikel 11 des İYUK hemmt die Klagefrist, soweit dies anwendbar ist. Erfolgt innerhalb von dreißig Tagen keine Antwort, werden die stillschweigende Ablehnung und die verbleibende Klagefrist berechnet. Dieser Mechanismus darf nicht unkontrolliert auf Steuer-, Zoll- und andere besondere Rechtswege übertragen werden. Die Erhebung einer Klage hält die Vollziehung einer Lizenzmaßnahme nicht automatisch an; die Voraussetzungen des Artikels 27 des İYUK sind für eine Aussetzung der Vollziehung gesondert darzulegen. (S20, S21, S22)
Die Antragsakte sollte die Maßnahme, die Bekanntgabe, die Lizenz, den Vertrag, die Zahlungs- und Zustellnachweise, die Prüfberichte und die konkreten Gründe für die Rechtswidrigkeit enthalten. Ein Streit des Unternehmens mit der Verwaltung und ein privatrechtlicher Streit mit dem Betreiber oder dem Vermieter unterliegen möglicherweise nicht demselben Rechtsweg.
Räumung, Liquidation und Rechte Dritter bei Beendigung der Tätigkeit
Das Ende der Lizenz, der Austritt aus der Zone und die Liquidation der Gesellschaft im Handelsregister sind verschiedene Vorgänge. Bestand, Personal, Verträge, Zollschließungen, Steuererklärungen, Kautionen und die Übergabe des Aufbaus sind gemeinsam zu planen.
Artikel 52 der Verordnung sieht je nach Rechtsstatus des Grundstücks eine Räumungsfrist von mindestens einem und höchstens sechs Monaten vor. Bei Bauwerken auf Staatsgrund ist die Gesamtgrenze von sechs Monaten einschließlich Verlängerungen wichtig. Für Waren, die nicht innerhalb der Frist entfernt werden, folgen Zählung, Feststellung und das gesetzliche Liquidationsverfahren. Die Lagerung von Waren in der Zone während der Nutzungsdauer begründet nach Ablauf der Lizenz kein unbegrenztes Recht auf Lagerung.
Das Urteil des Verfassungsgerichts vom 11. Oktober 2023, E.2022/96, K.2023/174, hat die Bestimmung im zweiten Absatz der Zusatzbestimmung 5 des Gesetzes Nr. 3218 aufgehoben, wonach Pfändungen, Pfandrechte, Hypotheken und ähnliche Vermerke nach Zählung und Feststellung als aufgehoben gelten. Die Entscheidung hat die Räumung und Liquidation nicht insgesamt beseitigt. Die Rechte Dritter an Forderungen und Sicherheiten sind weiterhin gesondert zu schützen; alte Formulierungen, die in der Verordnung verblieben sind, machen die aufgehobene gesetzliche Bestimmung nicht wieder anwendbar. (S23)
Rechtliche Begleitung und Vorbereitung des ersten Gesprächs in einer Investitionsakte
Für die erste Beurteilung sollten die geplante Tätigkeit und Produkte, die Zielkunden, die Richtung der Verkäufe, das bestehende Unternehmen und die Gesellschafterstruktur, das Investitions- und Personalbudget, der vorgesehene Standort und Betrieb sowie vorhandene Lizenz- und Mietunterlagen vorbereitet werden. Bei einem bestehenden Unternehmen sind auch Steuerprüfungen, behördliche Mitteilungen, Rechtsstreitigkeiten und Vollstreckungsakten in die Beurteilung einzubeziehen.
Die Rechtsanwaltskanzlei Güneş & Güneş betreut seit 1999 in ihrer Rechtsarbeit gemeinsam die Strukturierung von Gesellschaft und Zweigniederlassung, Tätigkeitslizenzen, Investitions- und Mietverträge, Anteilsübertragungen, Arbeitsrecht und Streitverfahren. Da Kommunikation auf Türkisch, Englisch, Deutsch und Russisch möglich ist, kann bei Akten ausländischer Investoren die Koordination mit den zuständigen Fachleuten und Stellen organisiert werden. Der Auftrag im Bereich Gesellschaftsrecht richtet sich nach dem Bedarf der Investition.
Im Erstgespräch mitgeteilte Informationen und Unterlagen unterliegen der anwaltlichen Verschwiegenheitspflicht und den Pflichten zum Schutz personenbezogener Daten. Akten mit Geschäftsgeheimnissen sollten über einen geeigneten und sicheren Kanal übermittelt werden; Umfang des Auftrags, Vertretungsmacht und die an einschlägige Fachleute weiterzugebenden Informationen sind bei der Beauftragung klarzustellen.
Schluss
Die rechtliche Grundlage einer Investition in einer Freizone ist das richtige Gesellschafts- oder Zweigniederlassungsmodell, eine geeignete Tätigkeitslizenz, ein sicherer Mietvertrag für die Räumlichkeiten und ein geordnetes Aufzeichnungssystem während des gesamten Betriebs. Steuervorteile sind Folgen dieser Struktur, die an bestimmte Tätigkeiten anknüpfen. Wichtig ist, dass die Produktionsbefreiung 2026 auch Verkäufe in dieselbe und in andere Freizonen umfasst; für den Lohnsteuerabzug, die Umsatzsteuer und die Verbrauchsteuer, die Bescheinigung durch einen Wirtschaftsprüfer und Förderanträge gelten jedoch gesonderte Bedingungen.
Wer die Gründungsakte gemeinsam mit dem Handelsregister, dem Ministerium, den Steuer-, Zoll- und Personalverfahren vorbereitet und die späteren Anteilsübertragungen, Tätigkeitsänderungen und Entscheidungen über den Austritt aus der Zone im selben rechtlichen Rahmen führt, macht die Investition tragfähig.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein türkischer Partner erforderlich, um eine Gesellschaft in einer Freizone zu gründen?
Nein. Allein die Tatsache, dass der Investor ausländisch ist, begründet keine Pflicht zu einem türkischen Partner. Tätigkeit, Sektor und besondere Genehmigungsbedingungen werden gesondert geprüft.
Kann ein ausländisches Unternehmen eine Zweigniederlassung in einer Freizone eröffnen?
Ja, sofern die passende Lizenz und die Voraussetzungen des türkischen Handelsregisters erfüllt sind. Eine Zweigniederlassung hat keine eigene Rechtspersönlichkeit; die Unterlagen der ausländischen Hauptniederlassung und ein in Türkiye ansässiger, vollständig bevollmächtigter Vertreter sind erforderlich.
Kann ein bestehendes türkisches Unternehmen in der Zone tätig werden, ohne eine Zweigniederlassung zu eröffnen?
Für ein Unternehmen, das seine Tätigkeit im übrigen Teil Türkiyes fortführt, ist das Zweigniederlassungsmodell nach dem Rundschreiben Nr. 1998/4 die Grundlage. Eine Verlegung der Hauptniederlassung, die Beendigung der Tätigkeiten außerhalb und die Bedingungen der Genehmigung werden gesondert beurteilt.
Wie hoch ist das Mindestkapital einer Gesellschaft in einer Freizone in türkischen Lira?
Eine neue Gesellschaft mit beschränkter Haftung benötigt 50.000 TL, eine Aktiengesellschaft 250.000 TL; bei einer nicht börsennotierten Aktiengesellschaft mit Registerkapital beträgt das Anfangskapital 500.000 TL. Das Investitionsbudget und die finanzielle Leistungsfähigkeit sind von diesen Beträgen getrennt zu betrachten.
Wer erteilt die Tätigkeitslizenz?
Sie wird von der zuständigen Stelle des Ministeriums für Handel erteilt. Der Zonenbetreiber wirkt bei den Räumlichkeiten und den Betriebsdiensten mit; er kann keine Sondergenehmigung an die Stelle der Lizenz setzen.
Wie hoch ist die Antragsgebühr für die Lizenz?
Die allgemeine Antragsgebühr beträgt 5.000 US-Dollar. Miete, Kapital, Registerkosten und andere Gründungskosten sind darin nicht enthalten; Sondernachlässe und andere Transaktionsgebühren werden gesondert beurteilt.
Wie lange ist eine Lizenz gültig?
Die Grundfristen betragen 20 Jahre für einen Mieter in der Produktion und 45 Jahre für einen Investor; 15 Jahre für einen Mieter und 30 Jahre für einen Investor bei anderen Tätigkeiten. Für die Anmietung eines Betriebsstandorts und für besondere Zonentätigkeiten gelten gesonderte Regeln.
Kann die Tätigkeit nach Ende der Lizenzfrist fortgesetzt werden?
Eine neue Lizenz unter derselben Nummer kann nach einem vor Ablauf der Frist gestellten Antrag und einer positiven Beurteilung erteilt werden. Das behördliche Recht zur Fortführung verlängert die frühere, an die Lizenz vor 2004 geknüpfte Steuerbefreiung nicht automatisch.
Ist die Gründung in einer Freizone in genau dreißig Tagen abgeschlossen?
Nein. Die Frist für die Vervollständigung der Unterlagen nach dem Konformitätsschreiben und die Frist für die gesamte Gründung sind verschieden. Übersetzung, Registereintragung, Räumlichkeiten und technische Genehmigungen beeinflussen den Zeitplan.
Ist für eine neue Gesellschaft eine dreijährige Bilanz erforderlich?
Vergangene Jahresabschlüsse, die für eine noch nicht gegründete Gesellschaft nicht existieren, werden nicht erstellt. Die finanziellen Nachweise und der Geschäftsplan, die dem Gründer und dem Antragsmodell entsprechen, sind einzureichen.
Ist eine Handelsgesellschaft von der Körperschaftsteuer vollständig befreit?
Nein. Ein neues Handelsunternehmen fällt nicht allein deshalb unter die Befreiung für Produktionsgewinne, weil es sich in einer Freizone befindet. Ein gesondertes Übergangsrecht oder eine Sonderregel wird nach ihren eigenen Bedingungen geprüft.
Sind Verkäufe 2026 an dieselbe Freizone befreit?
Einkünfte aus Verkäufen von in der Zone hergestellten Waren an dieselbe Freizone oder an andere Freizonen sind ab dem 1. Januar 2026 zusammen mit den übrigen Bedingungen in die Befreiung für Produktionsgewinne einbezogen.
Können Waren an andere Teile Türkiyes verkauft werden?
Ja; Einfuhr-, Produktsicherheits- und sonstige einschlägige Vorschriften gelten. Einkünfte aus einem solchen Verkauf fallen nicht unter die geltende Produktionsbefreiung, sofern nicht ein gesondertes Übergangsrecht der Zeit vor 2004 besteht.
Gilt die 85-%-Exportbedingung für sämtliche Einkünfte des Unternehmens?
Dieser Satz ist eine gesonderte Bedingung für die Anwendung der Einkommensteuer auf Arbeitslöhne. Er ist nicht dieselbe Prüfung wie die Befreiung für Produktionsgewinne.
Wann wird der Bericht des Wirtschaftsprüfers in der Regel erstellt?
Für den Lohnsteuerabzug ist der allgemeine Termin im Tätigkeitsbescheinigungsbericht der 15. Februar des folgenden Jahres. Umfang und Fristen der jährlichen Bescheinigung der Ertragsbefreiung und der Förderberichte für spezialisierte Zonen sind verschieden.
Sind sämtliche Einkäufe von Umsatzsteuer und Verbrauchsteuer befreit?
Nein. Waren, Dienstleistungen, Lieferrichtung, Zollstatus und der einschlägige gesetzliche Unterabsatz werden gesondert geprüft. Die Ausdehnung der Freizonenregel auf alle Listen der Verbrauchsteuer ist unzutreffend.
Wirkt sich die Vermietung eines Freizonengebäudes auf die Grundsteuer aus?
Sie kann dies. Bei der Beurteilung der Gebäudebefreiung nach dem Gesetz über die Grundsteuer ist die Bedingung zu berücksichtigen, dass das Gebäude nicht vermietet werden darf.
Werden Personal- und Mietförderungen automatisch gezahlt?
Nein. Die Aufnahme in das Förderprogramm für spezialisierte Freizonen und die Bedingungen für förderfähige Tätigkeit, Aufwendungen und Berichte müssen erfüllt sein. Allein der Besitz einer Lizenz begründet keinen Anspruch auf Zahlung.
Ist ein Gesellschafter von der ausländischen Arbeitserlaubnis befreit?
Die Gesellschafterstellung allein begründet keine allgemeine Befreiung. Der Beschäftigungsstatus und eine etwaige gesetzliche Ausnahme werden geprüft; dass ein Diplom nicht vorgelegt werden muss, ist nicht dasselbe wie eine Befreiung von der Arbeitserlaubnis.
Kann Gewinn ins Ausland überwiesen werden?
Transferfreiheit besteht; die Inhaberschaft am Geld, die Anzeige, die Bankunterlagen und ein etwaiger anwendbarer Steuerabzug sind gesondert zu beachten. Nicht jede Überweisung ist eine Dividende.
Wird auf alle Warenbewegungen eine Gebühr von 1 % erhoben?
Nein. Sonderkontogebühren richten sich nach Nutzerart und Geschäft; die Regeln von 1 Promille und 9 Promille und die Befreiungen sind zu unterscheiden. Zölle werden gesondert berechnet.
Übernimmt der Erwerb von Gesellschaftsanteilen automatisch auch die Lizenz?
Eine Anteilsübertragung ist etwas anderes als die Übertragung der Lizenz und des Aufbaus. Die Anzeige- und Genehmigungsbedingungen und die früheren Schulden der Gesellschaft sind vor dem Erwerb zu prüfen.
Hält die Erhebung einer Klage auf Aufhebung der Lizenz die Tätigkeit automatisch aufrecht?
Nein. Eine Aussetzung der Vollziehung des Verwaltungsakts muss gesondert beantragt werden, und die gesetzlichen Voraussetzungen werden geprüft. Die Klagefrist ist unmittelbar nach der Bekanntgabe zu berechnen.
Können Waren nach Ende der Lizenz unbegrenzt in der Zone verbleiben?
Nein. Die Vorschriften über Räumung und Liquidation gelten. Die Fristen für vorübergehende Waren und die für den Austritt aus der Zone gewährte Frist sind getrennt von dem allgemeinen Vorteil der Lagerung zu betrachten.
Kann der für 2027 vorgesehene Satz von 12,5 % bereits 2026 angewandt werden?
Der Zeitpunkt des Inkrafttretens des einschlägigen Produktionssatzes gilt für 2027 und die folgenden Zeiträume. Er darf nicht in die Berechnung der Einkünfte 2026 übertragen werden.
Quellen und rechtliche Grundlagen
Die Quellen wurden am 13. Oktober 2026 geprüft. Frühere Rundschreiben wurden zusammen mit dem geltenden Gesetz, der Verordnung und den späteren Änderungen beurteilt. Die nachstehenden Quellencodes entsprechen den jeweiligen Erläuterungen im Beitrag.
S1 — Gesetz Nr. 3218 über die Freizonen; Art. 1, 6–12, Zusatzbestimmung 5 und vorläufige Bestimmung 3. Amtliche Quelle
S2 — Verordnung über die Durchführung der Freizonen; Gründung, Lizenz, Registrierung, Sanktionen nach Art. 14, besonderes Sonderkonto und Räumungsbestimmungen. Amtliche Quelle
S3 — Ministerium für Handel, Rundschreiben Nr. 1998/4 über die Beurteilung von Anträgen auf Tätigkeitslizenz. Amtliche Quelle
S4 — Ministerium für Handel, Antragsformular 2026 für eine Tätigkeitslizenz, Antragskriterien 2009/1 und Lizenzverfahren. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2 · Anlagedokument 3
S5 — Ministerium für Handel, Rundschreiben Nr. 2009/3 über Tätigkeitslizenzfristen und Antragsgebühren. Amtliche Quelle
S6 — Türkisches Handelsgesetzbuch Nr. 6102; Bekanntmachung der Mindestkapitalbeträge; Gesetz Nr. 6183 Art. 35 und Zusatz-Art. 35. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2 · Anlagedokument 3
S7 — Ministerium für Handel, Rundschreiben Nr. 2019/4 über Miete und Aufbau, Nr. 2019/3 über Investitionsprojekte und Fristen sowie Nr. 2019/6 über die Versicherung von Aufbauten. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2 · Anlagedokument 3
S8 — Bekanntmachung des Ministeriums vom 17.04.2026 zum Gesetz Nr. 7577; Allgemeines Körperschaftsteuer-Kommuniqué Nr. 26 vom 04.07.2026. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2
S9 — Körperschaftsteuergesetz Nr. 5520, insbesondere Art. 32 und 32/C sowie der Zeitplan des Inkrafttretens; Abschnitt 5.12.3 des Allgemeinen Kommuniqués Nr. 1. Das Grundkommuniqué wurde zusammen mit der Änderung Serie Nr. 26 gelesen. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2
S10 — Allgemeines Kommuniqué Nr. 1 (12.03.2009) und Nr. 2 (29.07.2010) auf Grundlage des Gesetzes Nr. 3218; Fristen für den Lohnsteuerabzug und den Bericht des Wirtschaftsprüfers. Für Software siehe auch S24. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2
S11 — Allgemeines Kommuniqué Nr. 49 zum Gesetz über die SMMM und YMM vom 30.12.2025; Tabelle der Bescheinigungsgrenzen der Steuerverwaltung. Die Erklärungsfrist in der Tabelle wurde ebenfalls berücksichtigt. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2
S12 — Umsatzsteuergesetz Nr. 3065, Art. 11, 12, 16 und 17/4-ı; Allgemeines Durchführungskommuniqué zur Umsatzsteuer. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2
S13 — Verbrauchsteuergesetz Nr. 4760, insbesondere Art. 7/7. Amtliche Quelle
S14 — Gesetz über die Grundsteuer Nr. 1319, Art. 4/m, und Hinweis zur Änderung durch das Gesetz Nr. 7033. Amtliche Quelle
S15 — Beschluss Nr. 2635 über Förderungen in spezialisierten Freizonen; Änderung Nr. 10819; Durchführungsrundschreiben Nr. 2020/4. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2 · Anlagedokument 3.pdf)
S16 — Zollgesetz Nr. 4458; Erläuterungen des Ministeriums für Handel zur vorübergehenden Lagerung, zu Zolllagern und zu Freizonen. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2
S17 — Gesetz Nr. 6735 über die internationale Arbeitskraft und Verfahren und Grundsätze des Ministeriums für Handel für Arbeitserlaubnisse für ausländisches Personal in Freizonen. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2
S18 — Steuerverwaltung, Quellensteuersätze auf Zahlungen an beschränkt Steuerpflichtige; zusammen mit den Bedingungen des Empfängers und des Abkommens. Amtliche Quelle
S19 — Datenschutzbehörde, Leitfaden zur Übermittlung personenbezogener Daten ins Ausland. Amtliche Quelle
S20 — Gesetz Nr. 2577 über das Verwaltungsverfahren (İYUK); Art. 7, 11 und 27. Amtliche Quelle
S21 — Ministerium für Handel, Erläuterungen zu Einsprüchen in Zollverfahren; Art. 242 des Gesetzes Nr. 4458. Amtliche Quelle
S22 — Gesetz Nr. 6183, Art. 58; Steuerverwaltung, Leitfaden zu Verfahren gegen einen Zahlungsbefehl 2026. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2
S23 — Verfassungsgericht, 11.10.2023, E.2022/96, K.2023/174; Amtsblatt vom 24.11.2023, Nr. 32379. Begründung zu Zusatz-Art. 5/2, Rn. 18–43. Amtliche Quelle
S24 — Staatsrat, 4. Kammer, 02.03.2021, E.2018/5020, K.2021/1336; Rechtsprechungsdatenbank des Justizministeriums, Dokument 676906600. Amtliche Quelle
S25 — Steuerverwaltung, Allgemeines Kommuniqué zur inländischen und globalen Mindestergänzungskörperschaftsteuer. Amtliche Quelle
S26 — Ministerium für Handel, Allgemeine Einführung in die Freizonen und allgemeine Informationsnotiz vom Mai 2026. Amtliche Quelle · Anlagedokument 2